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Mainfranken
deckt sich weitgehend mit dem Weinbaugebiet Franken. Vor allem Einheimische bezeichnen fälschlicher Weise den Regierungsbezirk Unterfranken als Mainfranken, weil der Main durch Unterfranken fließt.

Mit seinen 524 km Fließstrecke ist der Main der längste Nebenfluss des Rheins. Sein Flusslauf führt von Osten nach Westen, was für mitteleuropäische Flüsse recht ungewöhnlich ist, durch das fränkische Weinbaugebiet. Das Maindreieck ist vor allem durch seinen Weinbau bekannt. Ein großer Teil der Anbaufläche des Weinbaugebietes Franken befindet sich unmittelbar am oder um das Maindreieck. Das Mainviereck schließt sich unmittelbar an das Maindreieck an. Die Eckpunkte des nach Norden offenen Vierecks bilden die Städte Gemünden, Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg.
 

Mainfranken (rot gekennzeichnet)

 

Geografisch gesehen stellt die Region Mainfranken mit ihren beiden Oberzentren Würzburg und Schweinfurt aber nur den östlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirks Unterfranken dar. Als historische Trennlinie fungierend, grenzt der Spessart die Region Mainfranken von der zweiten unterfränkischen Teilregion, dem Bayerischen Untermain, ab.

Fazit: Mainfranken bezeichnet also im Wesentlichen die am Maindreieck und teils die am Mainviereck gelegenen Gebiete Frankens und deckt sich weitgehend mit dem Weinbaugebiet Franken.


Regierungsbezirk UnterfrankenUnterfranken
ist einer von sieben Regierungsbezirken in Bayern.

Er liegt im Nordwesten des Freistaates und grenzt im Süden und Westen an die Bundesländer Baden-Württemberg und Hessen, im Norden an den Freistaat Thüringen und im Osten an die bayerischen Regierungsbezirke Oberfranken und Mittelfranken.

Die fränkische Landschaft ist geprägt vom Weinbau. Ihre Bodenbeschaffenheit und das milde Klima am Main lassen sehr mineralstoffhaltige Weine mit würzigem Geschmack entstehen. An den steilen Hängen des Mains mit ihren Muschelkalkböden (tonhaltige Kalksteine) wird vor allem der Silvaner angebaut. Der beste Silvaner der Welt soll er sein, behaupten seine Kenner. Die weiße Rebsorte gehört zu den ältesten heute noch kultivierten Reben. In allen Orten am Maindreieck wird Wein angebaut. Erwähnenswert dabei ist, dass auch kleinere Weingüter Weine von sehr guter Qualität herstellen.

Man kann sagen, dass der Weinbau die Lebensart der Menschen in der Region mitgeprägt hat. In nahezu jedem Weinbauort in Mainfranken finden jährlich ein- oder mehrmals Weinfeste statt. In den so genannten Heckenwirtschaften (Straußwirtschaften) schenken Winzer im Sommer ihre Weine und im Frühherbst den Bremser (Federweißer) aus. Zu einem Urlaub in der Region gehört auf jeden Fall ein Besuch bei einem Winzer mit einer Weinprobe. Eine deftige Vesper darf da natürlich auch nicht fehlen. Die regionale Küche hat zu jeder Jahreszeit einiges zu bieten - den fränkischen Spargel, den Federweißen und den deftigen Zwiebelkuchen, um nur einige Beispiele zu nennen.

Qualitäts- und Prädikatsweine aus Franken werden in die weltweit bekannte und typische Flaschenform, den Bocksbeutel, abgefüllt. Da der Name historisch nicht genau zu deuten ist, gehen wir hier auch nicht näher darauf ein. Der Bocksbeutel ist seit 1989 in der EU geschützt. Das heißt, dass er nur noch für fränkische Weine verwendet werden darf, mit Ausnahme einiger anderer eng abgegrenzter Weinbauregionen (Tauberfranken im Weinbaugebiet Baden und eine Region in Portugal). Dieser Regelung gingen langwierige Rechtsstreitigkeiten voraus.

Die Weinrebe (Vitis) oder einfach auch Rebe genannt, gehört zur Familie der Weinrebengewächse (Vitaceae). Zur Weinherstellung (Vinifikation) wird die Edle Weinrebe (Vitus vinifera) kultiviert (Rebsorte). Vor Beginn der Vegetationsperiode wird der Rebschnitt durchgeführt. Er dient der Erhaltung und Verjüngung des Weinstocks und der Regulierung des Menge-Güte-Verhältnisses. Während des Wachstums der Triebe muss unbedingt auf einen gleichmäßigen Wuchs geachtet werden, um die Ausbreitung von Pilzerkrankungen zu verhindern. Dazu werden die Triebe angebunden oder zwischen gespannten Drähten fixiert - so genanntes "Rebenbinden". Triebe, die zu stark in die Höhe und Breite wachsen, werden zurückgeschnitten. Die Ernte der Weintrauben nennt man Traubenlese oder auch Weinlese.

Bei der manuellen Lese werden die reifen Trauben von Hand abgeschnitten. Der Vorteil dieser anstrengenden, traditionellen Lese besteht darin, eine Auslese bei den besonders reifen Trauben vorzunehmen, um nochmals eine Qualitätssteigerung zu erreichen (Qualitätsweine mit Prädikat). Neben gesunden reifen Trauben werden auch die edelfaulen Trauben gelesen.

Die maschinelle Lese erfolgt durch einen so genannten Vollernter, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Die Trauben werden dabei durch Klopfen und Rütteln von der Pflanze genommen und von einem Lamellensystem aufgefangen. Über ein Förderband werden sie dann in einen Auffangbehälter geleitet. Verunreinigungen des Leseguts (z.B. Laub) werden durch ein Gebläse entfernt. Aus den später eingemaischten Weintrauben oder dem Traubenmost wird dann schließlich der Wein hergestellt. Dabei wird unterschieden zwischen der Weißweinherstellung und der Rotweinherstellung.

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